Gehaltserhöhung-Rechner
Was bleibt netto vom Plus übrig?
Eingaben
Bruttodifferenz: +200,00 € / Monat (+5.0 %)
Mehr Netto pro Monat
Steuerjahr 2026+107,31 €
+1.288 € pro Jahr. 53.7 % deiner Bruttoerhöhung kommen an.
Vorher vs. nachher
- Alt
- Neu
- Δ / Monat
- Brutto / Jahr
- 48.000 €
- 50.400 €
- +200,00 €
- Steuern
- − 6.250 €
- − 6.841 €
- −49,19 €
- Sozialabgaben
- − 10.440 €
- − 10.962 €
- −43,50 €
- Netto / Monat
- 2.609 €
- 2.716 €
- +107,31 €
Mehr Brutto, weniger Echtlohn?
Wenn die Erhöhung an mehr Pendelweg, längeren Stunden oder neuer Verantwortung hängt, kann der reale Stundenlohn trotz Plus sinken.
Warum nur die Hälfte der Erhöhung ankommt
Wer brutto 200 € pro Monat mehr bekommt, hat selten 200 € mehr auf dem Konto. Auf jeden zusätzlichen Euro greifen drei Hebel gleichzeitig:
Lohnsteuer. Sie steigt progressiv. Wer schon im mittleren Bereich verdient, hat einen Grenzsteuersatz von 30 bis 42 Prozent. Das heißt: Vom nächsten Brutto-Euro gehen 30 bis 42 Cent an das Finanzamt, nicht der Durchschnitt der bisherigen Steuer.
Sozialabgaben. Rund 20 Prozent Arbeitnehmeranteil für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Diese fallen weg, sobald das Brutto über die Beitragsbemessungsgrenze steigt (KV/PV: 69.750 € pro Jahr, RV/AV: 101.400 € pro Jahr, Stand 2026).
Soli und Kirchensteuer. Sie hängen an der Lohnsteuer. Soli nur ab einer Lohnsteuer von rund 20.000 € pro Jahr (Stkl. I). Kirchensteuer 8 oder 9 Prozent der Lohnsteuer, abhängig vom Bundesland.
Zusammen ergibt das die typische Behaltequote von 45 bis 55 Prozent in Steuerklasse I, mittleres Einkommen. Über der Beitragsbemessungsgrenze steigt sie spürbar, oft auf 55 bis 65 Prozent.
Behaltequote nach Erhöhung
Basis: dein aktuelles Brutto (48.000 € pro Jahr), deine gewählten Einstellungen. Die Tabelle zeigt, wie viel Netto pro Monat eine Erhöhung um X Prozent bringt.
| Erhöhung | + Brutto / Monat | + Netto / Monat | Behaltequote |
|---|---|---|---|
| + 3 % | 120 € | 65 € | 53.8 % |
| + 5 % | 200 € | 107 € | 53.7 % |
| + 8 % | 320 € | 171 € | 53.5 % |
| + 10 % | 400 € | 214 € | 53.4 % |
| + 15 % | 600 € | 319 € | 53.1 % |
Alternativen mit besserer Behaltequote
Eine reine Bruttoerhöhung ist nicht immer die effizienteste Variante. Bei manchen Bausteinen kommen 70 bis 100 Prozent beim Beschäftigten an, weil sie steuer- oder sozialabgabenbegünstigt sind:
Sachbezug bis 50 € pro Monat. Gutscheine oder Sachzuwendungen bis zur Freigrenze sind steuer- und SV-frei. 600 € pro Jahr ohne Abzug.
Jobrad per Gehaltsumwandlung. Versteuerung mit 0,25 Prozent des Listenpreises pro Monat. Effektive Ersparnis gegenüber Privatkauf typisch 25 bis 40 Prozent.
Betriebliche Altersvorsorge per Entgeltumwandlung. Bis zu 4 Prozent der BBG-RV steuer- und SV-frei (2026: bis 338 € pro Monat). Der Arbeitgeber gibt mindestens 15 Prozent Zuschuss dazu.
Firmenwagen. Lohnt sich, wenn du den Wagen auch privat nutzt. Vor allem als E-Auto stark begünstigt (0,25 oder 0,5 Prozent statt 1 Prozent). → Direkter Vergleich
Fahrtkostenzuschuss. Steuerfreier oder pauschal versteuerter Zuschuss zum Arbeitsweg.
Mehr als Netto: was das Plus dich kostet
Eine Beförderung kostet oft mehr Pendelweg, mehr Verantwortung oder mehr Stunden. Ob die Erhöhung sich dann lohnt, hängt nicht nur am Netto, sondern am Echtlohn, also dem Netto pro tatsächlich aufgewendeter Stunde.
Häufige Fragen
Wie viel Netto bleibt von einer Gehaltserhöhung?
Im mittleren Einkommensbereich (40.000 bis 70.000 € pro Jahr, Stkl. I, GKV) rund 45 bis 55 Cent pro Brutto-Euro. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen steigt der Anteil auf 55 bis 65 Cent. Die genaue Zahl rechnest du oben aus.
Warum bleibt von der Erhöhung so wenig übrig?
Lohnsteuer steigt progressiv mit dem Einkommen, Sozialabgaben kommen paritätisch noch dazu. Wer schon im 30 bis 42 Prozent Grenzsteuersatz sitzt, behält von 100 € Brutto mehr etwa 48 bis 55 € netto. Der Rest verteilt sich auf Finanzamt und Sozialversicherung.
Lohnt sich eine Erhöhung über der BBG mehr?
Ja. Wer 2026 über 101.400 € pro Jahr verdient, zahlt darüber keine Renten- und Arbeitslosenversicherung mehr. Über 69.750 € entfallen weitere KV- und PV-Beiträge. Die Behaltequote pro zusätzlichem Euro springt dort spürbar nach oben.
Was lohnt sich mehr: Bruttoerhöhung oder Sachbezüge?
Wenn der Arbeitgeber begünstigte Bausteine wie Sachbezug bis 50 €, Jobrad, Entgeltumwandlung oder einen Firmenwagen anbietet, kommen davon oft 70 bis 100 Prozent an. Voraussetzung: Der Bedarf passt. Beim Firmenwagen lohnt sich die Rechnung erst, wenn man ihn auch privat fährt. Direkter Vergleich.
Ändert die Steuerklasse, was vom Plus übrig bleibt?
Monatlich ja, am Jahresende nein. Steuerklasse III/V oder IV mit Faktor verschieben nur die unterjährige Liquidität. Über die Steuererklärung rechnet das Finanzamt ohnehin auf den korrekten Tarif zurück. Für eine Langfristrechnung Stkl. IV (oder den eigenen Single-Tarif) wählen.
Wie genau ist diese Berechnung?
Basiert auf dem gleichen Steuermodul wie der Brutto-Netto-Rechner: validiert gegen den offiziellen BMF-Lohnrechner für Steuerjahr 2026, Abweichung bei der Lohnsteuer typisch unter 1 Prozent. Detailregeln der Vorsorgepauschale sind vereinfacht abgebildet. Für rechtsverbindliche Auskunft Steuerberater oder das BMF-Tool.
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